Mehr zufriedene Gäste durch kleine Gesten

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Kleine Liebenswürdigkeiten

Ihr kennt das doch, Geschenke erhalten die Freundschaft. So ist das auch mit den liebenswerten Kleinigkeiten oder kleinen Liebenswürdigkeiten.

 

Damit meine ich z.B. den Gruß aus der Küche. Man sitzt nett bei einem Gespräch zusammen, hat schon das Essen bestellt und auf einmal kommt die freundliche Kellnerin oder der freundliche Keller mit einem Tellerchen vorbei und sagt: „Ein kleiner Gruß aus der Küche. Lassen Sie es sich schmecken.“ Bis jetzt habe ich nicht einen Gast gesehen, der Geschenke nicht annimmt und den Teller zurückgehen lässt. Dieser kleine Küchengruß kostet nicht die Welt, zaubert aber dem Gast in Lächeln ins Gesicht.

 

Erfrischungs-Körbchen

Womit kann der Gastronom dem Gast noch eine Freude bereiten? Ein Frischekörbchen auf der Toilette schafft ebenfalls einen positiven Überraschungseffekt beim Gast. Das Körbchen im Waschbeckenbereich der sanitären Einrichtungen kann für die Damen z.B. ein neutrales Deo enthalten, ein Haarspray, Damenbinden, Tampons, Slipeinlagen und auch Minipapiertaschentücher. Für die Herrentoilette ist dies auch möglich. Das Körbchen kann z.B. neutrales Herrendeo enthalten, ein mittelstarkes Haargel und eine kleine Packung Papiertaschentücher. In Zeiten von Hygieneauflagen muss man natürlich prüfen, ab welchem Zeitpunkt es wieder möglich ist, es dem Gast im Sanitärbereich zur Verfügung zu stellen. Hier wäre es dennoch möglich, ein Hinweisschild in den Sanitärbereich zu hängen, dass es bei Bedarf möglich ist, gennannte Utensilien, beim Personal zu erhalten.

Durch die Blume ins Herz

Nicht nur am Frauentag freuen sich die Damen beim Verlassen des Restaurants über eine rote Rose. Auch bei besonderen Thementagen kann man diese überreichen. Alternativ zu einer Rose ist auch eine besondere Praline möglich. Solange die Rose in der Vase nicht verblüht ist, wird der Gastrobesuch in Erinnerung bleiben.

Auch ein geschenkter Espresso oder ein kleines Schnäpschen für den Stammkunden erfreuen den Gast. Es sind die kleinen Kleinigkeiten, die dem Gast immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern und ihm sagen lassen: „Selbst daran wurde in dieser Gaststätte gedacht.“

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Weitere Empfehlungen

Oftmals vergessen wird das Kinderbesteck oder auch das Kinderstühlchen. In einem Restaurant mit Bedienung kann man den Rücklauf des Kinderbesteckes gut kontrollieren. Somit kann der Gast die oftmals gehörte Erklärung des Personals, dass das Kinderbesteck nicht mehr zurück gegeben wird, nicht bzw. nur sehr schwer nachvollziehen.

An eine Kinderbeschäftigung denken auch nicht alle Gastronomiebetriebe. Eine einfache Kinderbeschäftigung ist beispielsweise eine Ausmalkinderspeisekarte zum Nachhausenehmen oder ein Kinderbastelbogen. Bitte bei den Stiften immer darauf achten, dass diese angespitzt sind. Im Auflagenzeiten sollten eventuell drei oder vier kleine einzeln verpackte Stifte gereicht werden. Bitte beachten: Stifte mit abgebrochener Mine erwecken einen schlechten Eindruck. Jeder Mensch ist anders und jedes Kind ist anders. Eine abgesprochene Mine kann eine Naturkatastrophe auslösen und zu betäubenden Lärm führen. Dieser unglaubliche Dauerlärm, des kleinen Wonneproppens erzürnt die restlichen Gäste, die gern Entspannung in dem ausgewählten Restaurant wünschen. Ich glaube, dass ich dieses Szenario nicht weiter ausschmücken muss. Größere Gastronomiebetriebe können eventuell sogar eine Kinderspielecke ermöglichen. Dabei ist zu empfehlen, diese so zu platzieren, dass andere Gäste nicht belästigt werden können. In Auflagenzeiten ist es auch möglich, kleine Spielsachen für den Verkauf anzubieten und somit die Beschäftigung der Kinder im Restaurant zu ermöglichen. Der kleine Gast hat damit sogar ein schönes Andenken für zu Hause.

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Was ist noch ein Goody für die Gäste und wird oftmals vergessen?

Viele Restaurants gestalten Themenabende. Es ist einfach, beim Kassieren eine persönliche Einladung jedem Gast mitzugeben und ihn persönlich anzusprechen. Ein Flyer, der am Tresen oder im Flyerständer liegt, wird übersehen. Auch wenn es Werbung ist, wird der Gast diese persönliche Ansprache positiv aufnehmen. Denn die Gäste wollen Abwechslung in ihren Alltag bringen. Es gibt keine bessere Werbung, als den Gast persönlich anzusprechen. Liebe Gastwirte, trainieren Sie Ihr Personal entsprechend. Leider haben manche Menschen vor dieser direkten Ansprache Angst und müssen diese erst lernen. Wenn Sie merken, dass die Resonanz darauf positiv ist, werden sie dies regelmäßig in den Ablauf einbinden und somit für wiederkehrende Gäste sorgen.

Es ist nicht schwierig, Menschen glücklich zu machen. Probieren Sie nach und nach einige Vorschläge aus und vergessen Sie nicht, liebe Gastronomen, in der Personalrunde diese Dinge ihren Mitarbeitern mit auf den Weg zu geben.

Denn: Es gibt keine bessere Werbung, als ein zufriedener Gast

Ihr Team von Gastromenia

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