Warum Regionalität der Schlüssel zum Erfolg sein kann

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Regionalität leben

Es empfiehlt sich, regionale Speisen und regionale Produkte in die eigene Gastronomiewelt zu integrieren.

 

Für einen Gast, der eine Region nicht kennt, ist es ein Erlebnis, sich kulinarisch auch auf die besuchte Region einzulassen. Natürlich sind bei der Umsetzung viele Möglichkeiten vorhanden, die sogar soweit führen, ein regionales Rezeptebuch mit im Verkauf anzubieten und diese zusätzliche Möglichkeit auch in der Speiskarte zu erwähnen

 

Regionalität ist mehr als man denkt

Regionalität heißt nicht nur, regionale Speisen zu kochen, sondern auch regionale Produzenten zu unterstützen. Auch dieser Hinweis gehört als Gastinformation mit auf eine Speisekarte. Überlegen wir mal, welche Vorteile regionale Produkte und Produzenten bringen. Zum einen kurze Transportwege und eine Unterstützung der Region, deren Bestandteil auch jeder Gastronom selbst ist. Durch regionale Kontakte stärkt sich das regionale Netzwerk. Auch dieses ist eine indirekte Form von Werbung. Der alte Spruch: „eine Hand wäscht die andere.“ –  ist auch in der heutigen Zeit sehr wichtig für Selbständige. Denken Sie einmal weiter: Auch der regionale Bauer, Bierbrauer, Destillateur, Schokoladenproduzent, Konditor, Eishersteller möchte Familienfeiern und Firmenfeiern ausrichten und benötigt dafür Räumlichkeiten und einen guten Service oder auch einfach nur mal ein Cateringangebot für Geschäftspartner.

Dabei kann man auch außergewöhnliche Dinge auf die Speisekarte bringen. Sicher sind farbige Eier, die von verschiedenen Hühnerrassen gelegt werden oder farbige Karotten oder besondere Kartoffeln etwas teurer, wecken aber auch die Neugierde des Gastes und bringen Abwechslung auf die Speisekarte. Wenn der Bauer weiß, dass er für diese alten Sorten Abnehmer findet, wird er diese auch produzieren. Immer ganz wichtig ist es, dies dem Gast mitteilen. Ein Gast möchte in der Regel in einer Gaststätte nicht das Essen, was er zu Hause auch kochen kann.

Thementage

Es ist auch möglich Thementage anzubieten. Törtchentage, Regionaltage, Eistage, Biertage… der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Oftmals gibt es regionale Konditoren, Eisproduzenten und Brauerein die Speisen kreieren, die Sie als Gastronom mit Ihren eigenen Möglichkeiten nicht schaffen können.

Regionale Netzwerken

Natürlich sind bei Regionalität leben, nicht nur Speiseproduzenten gemeint. Darunter fallen auch regionale Künstler, regionale Tischwäscheproduzenten, regionale Serviettenproduzenten u.v.m. Knüpfen Sie Kontakte und warum soll man nicht auch mal in den eigenen Räumen oder im Sommer oder in der Herbstzeit einen kleinen Markt mit Produkten dieser Partner vor der eigenen Gaststätte anbieten? So ein Markt schafft auch die Möglichkeit den eigenen Gästen eine Plattform für ihr Hobby zu geben. Es gibt viele Menschen, die in ihrer Freizeit sehr kreativ sind und wundervolle Dinge erschaffen. Diesen Menschen eine Plattform zu geben, bindet sie auch wieder mehr an das eigene Gastrounternehmen. Denn: „Eine Hand wäscht die andere.“ Und nicht vergessen, diese Besonderheiten nicht stillschweigend für sich behalten. Die müssen überall Erwähnung finden, auch in der Speisekarte.

Breite Masse ansprechen

Zu Regionalität leben gehört es auch alle Altersgruppen anzusprechen. Diavorträge oder Kochevents, Kräutertage, Kindererlebnistage oder Strick-, Stick- oder Spinnvorführungen (Handwerkstage im Allgemeinen) einzubinden. Zum einen bietet man den Menschen, die in der Region leben, eine Plattform zum anderen gewinnt man die Gäste, die etwas verzehren möchten. Die eigene Gaststätte wird zum kulturellen Mittelpunkt des Ortes und lockt auch Tagestouristen in die Region. Die eigene Gaststätte vermittelt Wissen und wird zum wichtigen sozialen Treffpunkt. 

Das richtige Personal

Natürlich benötigt man dafür organisationsfreudige Menschen. Es heißt nicht, dass der Gastronom all diese Dinge selbst organisieren muss. Er braucht die richtigen Menschen dafür. Diese müssen auch nicht immer fest in Lohn und Brot mit der Gaststätte verbunden sein. Es gibt in der heutigen Zeit auch selbständige Partner, die diese Leistungen übernehmen und bei Bedarf hinzugezogen werden können. Nicht alles darf auf den Schultern des Gastwirtes liegen. Der Gastwirt muss aber dafür Sorge tragen, dass das Unternehmen läuft und motivierte Mitarbeiter eine Firmenbindung entwickeln und um diese zu halten. Aber dies ist wieder ein eigenständiges Thema und sei in diesem Blog nur einmal kurz erwähnt.

Ja, meine lieben Gastwirte. Ohne Leidenschaft kann man keine Gaststätte erfolgreich zu führen. Gastwirt zu sein, ist so vielfältig, wie das Leben selbst. Man kommt mit unterschiedlichen Menschen zusammen, muss sich ständig neu erfinden, um das Interesse beim Gast zu wecken und man hat die Verantwortung den Gäste gegenüber ein Wohlfühlpaket für eine kurze Zeit des Tages zu schnüren.

Der größte Lohn ist ein zufriedener Gast, der den Gastwirt für seinen unermüdlichen Einsatz entschädigt.

Claudia Curth von Gastromenia

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